Monthly Archive for Januar, 2010

Bundeswehr wegtreten!

bundesweht wegtretenAm 10. Februar findet das “traditionelle Neujahrskonzert des Heeresmusikkorps 300 Koblenz” unter der Schirmherrschaft von OB Dirk Elbers (CDU) in der Düsseldorfer Tonhalle statt. Während sich die Stadtoberen und die Bundeswehr bei Musik und Schnittchen einem unbeschwerten Vergnügen hingeben wollen, führt die Bundeswehr zur gleichen Zeit Krieg in Afghanistan.

Deutschland führt wieder Angriffskriege, getarnt als “Krieg gegen den Terror” oder auch als “humanitäre Intervention”.Leid, Tod, Folter und Vergewaltigung sind untrennbar mit jeder kriegerischen Auseinandersetzung verbunden. In diesen Kriegen geht es um die Verteidigung deutscher Kapital- und Geostrategischer Interessen.

Die verheerenden Auswirkungen dieser Kriegspolitik hat die Bombardierung zweier Tanklaster Anfang September in Kundus auf Befehl der Bundeswehr gezeigt. Täglich sterben Menschen in Afghanistan, immer öfter auch durch deutsche Kugeln und Bomben. Ein Ende ist nicht in Sicht. Eine weitere Aufstockung des Bundeswehrkontingents ist in Zukunft nicht ausgeschlossen.

Für uns sind Soldaten Mörder, egal ob mit Waffen oder mit Instrumenten. Wir rufen daher dazu auf, mit uns gegen das Bundeswehrkonzert zu demonstrieren und ein klares Zeichen zu setzen, dass Kriegstreiber in Düsseldorf immer mit Widerstand rechnen müssen.

Bundeswehr wegtreten!

Kundgebung gegen das Bundeswehrkonzert in der Tonhalle
10. Februar
19 Uhr
Haupteingang Tonhalle

Aktionsbündnis gegen Militarismus und Krieg

Scheiss auf Rüstung, Krieg & Militär!

jb_aufkleber_web

Komm in den Jugendblock gegen die Nato-Kriegskonferenz!

Wie jedes Jahr treffen sich vom 5-7. Februar 2010 Militaristen, Rüstungslobbyisten und die dazugehörigen PolitikerInnen hauptsächlich aus NATO-Staaten im Bayerischen Hof und diskutieren über ihre nächsten Kriege, führen Gespräche über Waffengeschäfte und planen, wie sie die Bevölkerung auf Kriegskurs bringen. Der neue Konferenzleiter, Wolfgang Ischinger, versucht uns weis zu machen, das auf seiner Konferenz über Frieden diskutiert wird.

Wir wissen aber:
Rüstungskonzerne und Militaristen haben kein Interesse an Frieden, da sie sonst weniger Profite machen können.
Da immer mehr Menschen dies erkennen, müssen sie sich alljährlich hinter einem Riesenaufgebot von Polizei und Militär verstecken, das grundgesetzwidrig im Inneren eingesetzt wird.
Während die anwesenden deutschen Politiker und Bundeswehrgeneräle überlegen, wie sie die jährlich ca. 30 Milliarden Euro aus dem Rüstungsetat am besten in Waffen investieren, könnten wir das Geld für viel bessere Dinge gebrauchen.

Hoch mit der Bildung, runter mit der Rüstung!
Stell dir vor, was man mit 30 Milliarden Euro jährlich alles für die Bildung tun könnte! Neue Schulen, Ausbildungsplätze, Universitäten – doch das allein reicht nicht.
Es bringt nicht sehr viel, nur mehr Geld in unser selektives Bildungssystem zu stecken, es muss grundlegend neu gestaltet und gerechter werden. Jeder Mensch hat ein Recht auf Bildung, egal aus welchem Elternhaus er kommt. Deshalb fordern wir auch ein Lernendengehalt, das allen die Möglichkeit bietet, sich frei zu bilden, fernab von ökonomischen Zwängen.

Gegen Selektion und Ausgrenzung hilft nur:
- eine Schule für Alle
- kostenfreie Bildung für Alle
- und genügend Ausbildungsplätze mit einem Einkommen zum Auskommen
und einer Übernahmegarantie im erlernten Beruf für Alle.

Jugend in der Krise?
Alle reden von der Wirtschaftskrise, doch was heißt das eigentlich für uns? Ob SchülerIn, Azubi oder StudentIn: Die Chance auf einen sicheren Job sinkt und die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Genau diese Unsicherheit hilft der Bundeswehr. Frei nach dem Motto „Kriege gibt es überall!“ wirbt sie mit „krisensicheren“ Arbeitsplätzen. Dabei wissen die meisten von uns: garantiert sind bei der Bundeswehr nur morden, sterben und die Gewinne der Rüstungskonzerne. Deshalb wehren wir uns auch gegen die Propagandaauftritte der Bundeswehr an Schulen, Unis und im Arbeitsamt. Wir wollen unser Leben nicht den Profiten der Konzerne opfern.

Wehren wir uns!
Die NATO „Sicherheits“konferenz ist der Ort, an dem sich Kriegstreiber vernetzen und weitere Kriege planen. Demgegenüber wollen wir gemeinsam ein Zeichen gegen Krieg, Rüstung und Militarisierung setzen und gleichzeitig für ein neues Bildungssystem und eine solidarische Gesellschaft kämpfen, welche Keinen aufgrund seiner Herkunft, seiner sexuellen Orientierung oder seines Einkommens
ausgrenzt.
Geschenkt wurde uns noch nie etwas, wir müssen selber handeln und uns wehren.
So wie bei den Bildungsstreiks und Unibesetzungen in den letzten Jahren, werden wir auch im Februar mit Tausenden auf die Straße gehen.

Deshalb:
Beteilige dich an den Protestaktionen gegen die Nato-Kriegskonferenz.
Komm in den Jugendblock auf der Großdemonstration am Samstag, den 6. Februar um 13 Uhr am Marienplatz!
Gemeinsam sind wir stark – Alleine machen sie uns ein!
MEHR INFOS: www.jugendblock.mobi

Neujahrskonzert der SDAJ

Am Samstag veranstaltete die SDAJ Düsseldorf erfolgreich ein Konzert unter dem Motto “Streetart is not a crime”, um auf die steigende Kriminalisierung von Sprayern aufmerksam zu machen. Ca. 250 Menschen besuchten das Konzert. Hier ein paar Fotos: